Psychotherapie in Regensburg

Psychische Beschwerden können sehr unterschiedlich aussehen. Manchmal ist ziemlich klar, was einen belastet. Manchmal merkt man zunächst nur: So wie es gerade ist, möchte ich nicht weitermachen.

Vielleicht vermeiden Sie inzwischen bestimmte Situationen, weil dort schon einmal starke Angst aufgekommen ist. Gedanken drehen sich immer wieder um dieselben Fragen. Sie fühlen sich ständig angespannt oder erschöpft. Oder etwas, das eigentlich hinter Ihnen liegt, beschäftigt Sie noch immer mehr, als Ihnen guttut.

Sie müssen vor einem ersten Gespräch nicht wissen, wie man Ihre Beschwerden psychologisch einordnet oder welche Diagnose dahinterstecken könnte.

Im ersten Schritt schauen wir gemeinsam darauf: Was genau passiert? Wie wirkt sich das auf Ihren Alltag aus? Und was trägt möglicherweise dazu bei, dass die Beschwerden bestehen bleiben?

Im ersten Schritt schauen wir gemeinsam darauf: Was genau passiert? Wie wirkt sich das auf Ihren Alltag aus? Und was trägt möglicherweise dazu bei, dass die Beschwerden bestehen bleiben?

Ängste, Panik & Phobien

Angst kann sehr unterschiedlich aussehen.

Vielleicht gehen Sie inzwischen ungern allein in die Stadt oder einkaufen, weil dort schon einmal starke Unruhe oder Panik aufgekommen ist. Vielleicht meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel, größere Menschenmengen oder bestimmte Orte. Oder die Angst tritt ganz gezielt auf – beim Fliegen, vor Prüfungen oder in sozialen Situationen.

Oft beginnt man dann, sich auf die Angst einzustellen: Situationen werden vermieden, nur noch in Begleitung bewältigt oder sehr genau geplant. Man versucht, möglichst viel Kontrolle zu behalten und unangenehme Reaktionen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Das hilft kurzfristig oft tatsächlich. Langfristig kann genau dieses Verhalten aber dazu beitragen, dass die Angst bestehen bleibt oder sich auf immer mehr Situationen ausweitet.

Zu den Themen, mit denen ich arbeite, gehören unter anderem:

  • Panikattacken und Panikstörung
  • Agoraphobie
  • soziale Ängste / soziale Phobie
  • spezifische Phobien, z. B. Flug-, Höhen- oder Spinnenangst
  • Prüfungs- und Bewertungsängste
  • anhaltende Sorgen und Ängste
  • Vermeidungsverhalten

In der Therapie schauen wir deshalb nicht nur darauf, wovor Sie Angst haben, sondern auch darauf, wie die Angst funktioniert, wie Sie heute darauf reagieren und was sie möglicherweise aufrechterhält.
Das Ziel ist nicht, nie wieder Angst zu empfinden, sondern wieder mehr selbst entscheiden zu können, was Sie tun möchten – und nicht nur danach zu handeln, was die Angst gerade zulässt.

Zwänge & belastende Gedanken

Manche Gedanken tauchen immer wieder auf, obwohl man sie eigentlich gar nicht denken möchte.

Vielleicht kontrollieren Sie mehrfach, ob die Tür wirklich abgeschlossen oder der Herd ausgeschaltet ist. Vielleicht suchen Sie immer wieder nach Sicherheit und merken gleichzeitig, dass keine Antwort lange beruhigt. Oder bestimmte Gedanken erschrecken Sie gerade deshalb so sehr, weil sie überhaupt nicht zu dem passen, was Sie möchten oder für richtig halten.

Häufig versucht man dann, die Unsicherheit möglichst schnell loszuwerden: durch Kontrollieren, Rückversichern, Vermeiden, Wiederholen oder gedankliches Prüfen.

Kurzfristig kann das beruhigen. Langfristig kann genau daraus ein Kreislauf entstehen, in dem Zweifel und belastende Gedanken immer mehr Raum bekommen.

Viele Betroffene wissen selbst, dass ihre Befürchtungen übertrieben oder wenig wahrscheinlich sind. Das Problem ist also häufig nicht fehlende Einsicht.

In der Therapie schauen wir deshalb genauer darauf, was die Gedanken auslöst, wie Sie darauf reagieren und was dazu beiträgt, dass der Kreislauf bestehen bleibt.
Ziel ist nicht, jeden unangenehmen Gedanken loszuwerden. Sondern einen anderen Umgang damit zu entwickeln, sodass Gedanken und Zweifel nicht mehr so stark bestimmen, was Sie tun oder vermeiden.

Stress, Erschöpfung & Burn-out

Man kann nach außen noch lange gut funktionieren und trotzdem merken, dass die eigenen Reserven kleiner werden.

Sie gehen arbeiten, erledigen Ihre Aufgaben, übernehmen Verantwortung – aber Abschalten wird zunehmend schwierig. Die Gedanken laufen auch nach Feierabend weiter, Erholung funktioniert nicht mehr richtig oder schon kleine zusätzliche Anforderungen werden irgendwann zu viel.

Dabei liegt es nicht immer nur daran, wie viel zu tun ist.

Auch ein hoher eigener Anspruch, Schwierigkeiten mit Grenzen, ständige Erreichbarkeit oder das Gefühl, immer funktionieren zu müssen, können eine Rolle spielen.

Typische Themen sind zum Beispiel:

  • anhaltende berufliche oder private Überforderung
  • innere Anspannung und Unruhe
  • Schwierigkeiten abzuschalten und sich zu erholen
  • emotionale oder körperliche Erschöpfung
  • hoher Leistungsanspruch
  • Schwierigkeiten, eigene Grenzen wahrzunehmen oder einzuhalten
  • Burn-out und Burn-out-Prävention

In der Therapie schauen wir deshalb nicht nur auf die äußere Belastung, sondern auch darauf, was immer wieder dazu führt, dass Erholung, Abgrenzung oder rechtzeitiges Stoppen so schwierig werden.
Ziel ist nicht, einfach nur „besser mit Stress zu funktionieren“. Es geht darum, genauer zu verstehen, was Sie belastet, was Sie selbst beeinflussen können und was sich konkret verändern lässt.

Selbstwert & Beziehungen

Selbstzweifel zeigen sich nicht immer darin, dass man grundsätzlich schlecht über sich denkt.

Vielleicht wissen Sie eigentlich, was Sie möchten – beginnen aber zu zweifeln, sobald jemand enttäuscht, kritisch oder ablehnend reagiert.

Vielleicht fällt es Ihnen leicht, für andere einzustehen, während es deutlich schwieriger wird, wenn es um die eigenen Bedürfnisse oder Grenzen geht.

Oder Sie merken, dass Sie häufig Ja sagen, obwohl Sie eigentlich Nein meinen, Konflikte vermeiden oder lange darüber nachdenken, was andere von Ihnen halten könnten.

Typische Themen sind zum Beispiel:

  • starke Selbstkritik und Selbstzweifel
  • Angst vor Kritik oder Ablehnung
  • Schwierigkeiten mit den eigenen Bedürfnissen
  • Grenzen setzen
  • übermäßige Anpassung
  • Konfliktvermeidung
  • hoher Anspruch an sich selbst
  • wiederkehrende belastende Beziehungsmuster

In der Therapie schauen wir darauf, welche Muster sich wiederholen, in welchen Situationen sie besonders stark werden und was sie heute aufrechterhält.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell „selbstbewusster“ zu werden. Sondern darum, sich selbst ernster zu nehmen, eigene Bedürfnisse und Grenzen klarer wahrzunehmen und Schritt für Schritt anders zu handeln, wenn alte Muster nicht mehr passen.

Belastende Lebensereignisse & Veränderungen

Nicht alles, was passiert ist, ist innerlich auch sofort abgeschlossen.

Eine Trennung, ein Verlust, ein schwerer Konflikt, Arbeitsplatzverlust oder eine größere Veränderung im Leben kann länger nachwirken, als man zunächst erwartet.

Manchmal funktioniert der Alltag längst wieder – und trotzdem kreisen die Gedanken immer wieder um das Erlebte. Stimmung, Schlaf oder Konzentration verändern sich. Oder Sie merken einfach, dass Sie sich seitdem nicht mehr so stabil fühlen wie vorher.

In manchen Fällen können solche Reaktionen diagnostisch als Anpassungsstörung eingeordnet werden. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Bezeichnung, sondern wie stark Sie die Situation aktuell belastet und was Sie benötigen, um wieder mehr Stabilität und Handlungsspielraum zu gewinnen.

In der Therapie schauen wir gemeinsam darauf, was noch nachwirkt, welche Reaktionen verständlich sind und an welcher Stelle wieder mehr Stabilität und Orientierung möglich werden kann.

Weitere Themen

Neben diesen Schwerpunkten arbeite ich unter anderem auch mit:

  • leichteren depressiven Beschwerden
  • psychisch bedingten Schlafproblemen
  • psychischen Belastungen im Zusammenhang mit körperlichen Beschwerden

Bei körperlichen Beschwerden ist eine medizinische Abklärung wichtig.

Psychotherapeutische Unterstützung kann ergänzend sinnvoll sein, wenn Stress, Ängste oder andere psychische Faktoren Beschwerden verstärken oder der Umgang damit zunehmend belastend wird.

Auch bei depressiven Beschwerden schauen wir nicht nur darauf, wie Sie sich fühlen, sondern auch darauf, was im Alltag verloren gegangen ist, was Rückzug oder Erschöpfung verstärkt und welche Veränderungen realistisch möglich sind.

Wenn Verstehen allein nicht reicht

Manchmal ist ein Problem längst verstanden – und trotzdem verändert sich im Alltag wenig.

Man weiß, dass die Angst wahrscheinlich übertrieben ist. Dass Grübeln keine Sicherheit schafft. Dass eine Grenze eigentlich notwendig wäre. Oder dass eine bestimmte Reaktion einem langfristig nicht guttut – und macht trotzdem immer wieder dasselbe.

Genau an diesem Punkt setzt meine Arbeit an.

Wir schauen nicht nur darauf, warum etwas so ist, sondern auch darauf:

  • Was löst die Beschwerden aus?
  • Wie reagieren Sie darauf?
  • Was hilft kurzfristig – und hält das Problem vielleicht langfristig aufrecht?
  • Und an welcher Stelle lässt sich tatsächlich etwas verändern?

Meine Arbeitsweise ist lösungsorientiert und kognitiv-verhaltenstherapeutisch geprägt.

Je nach Anliegen kann es darum gehen, Gedanken und Bewertungen genauer zu betrachten, Verhaltensweisen zu verändern, Vermeidung Schritt für Schritt abzubauen oder neue Möglichkeiten im Umgang mit belastenden Situationen zu entwickeln.

Manchmal steht aber nicht sofort Veränderung im Vordergrund. Dann geht es zunächst darum, wieder mehr Stabilität zu bekommen und besser mit dem umzugehen, was gerade da ist.

Ergänzend arbeite ich unter anderem mit EMDR, Hypnose sowie Achtsamkeits-, Entspannungs- und Stabilisierungsverfahren.

Ich arbeite gern strukturiert. Gleichzeitig ist Therapie für mich kein Projekt, das möglichst schnell „optimiert“ werden muss.

Manche Dinge lassen sich sehr konkret angehen. Andere brauchen zunächst Zeit, um verstanden, eingeordnet und ernst genommen zu werden.

Beides gehört für mich zusammen.

FAQ

Muss ich schon wissen, was ich habe?

Nein.

Manche Menschen kommen mit einer ziemlich konkreten Vermutung, zum Beispiel:
„Ich glaube, ich habe Panikattacken.“

Andere können noch gar nicht genau sagen, was los ist. Sie merken nur, dass sie sich anders fühlen als früher, bestimmte Situationen vermeiden oder dass etwas zunehmend belastend wird.

Beides ist ein völlig ausreichender Ausgangspunkt.
Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam darauf, was Sie aktuell belastet, seit wann die Beschwerden bestehen und wie sie sich auf Ihren Alltag auswirken.

Wenn eine diagnostische Einschätzung für die weitere Arbeit sinnvoll ist, gehört sie zur psychotherapeutischen Abklärung dazu.

Möchten Sie klären, ob ich Sie bei Ihrem Anliegen unterstützen kann?

Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an und erzählen Sie mir, worum es bei Ihnen geht.
In einem ersten Kontakt können wir gemeinsam klären, ob ein Erstgespräch sinnvoll ist und welcher Rahmen für Ihre Situation passt.